Sachsen ist eines der Bundesländer, in welchem neonazistische Strukturen und Organisationen besonders ausgeprägt verankert sind. Damit einher geht eine fast flächendeckend vorhandene neonazistische Jugendkultur, die sich aus verschiedenen Momenten speist. Hierzu sind die vielen Anbieter von entsprechender Musik und Bekleidung genauso zu zählen wie Fanzines und andere Publikationen, eine Vielzahl von Bands und stattfindenden Konzerten, aber auch Kameradschaften und Zusammenschlüsse von Jugendlichen und Erwachsenen, die gekennzeichnet sind von einer starken Dynamik und Ausdifferenziertheit.
Hierüber herrscht nach wie vor vielerorts ein hohes Maß an Unwissen über konkrete Zusammenhänge, Strukturen und regionale Gegebenheiten. Gerade Jugendliche, aber auch die mit ihnen zusammenarbeiten, als LehrerInnen, SozialarbeiterInnen usw. benötigen derartige Informationen, um sich selbst stark gegen rechtsextremistische Beeinflussungen zu machen.
Aus diesem Grund erstellten wir eine Ausstellung „Rechts rockt Sachsen“, welche auf die genannten Aspekte eingeht.
Herausgegeben wird die Ausstellung vom
AKuBiZ e.V. und dem
a.l.i.a.s. Dresden. Wir danken für die freundliche Unterstützung der
Verdi-Jugend Sachsen,
Amal-Hilfe für Betroffene rechter Gewalt, der
Amadeu-Antonio-Stiftung und dem Jugendbildungsnetzwerk Sachsen.
Parallel zur Ausstellung bieten wir Begleitveranstaltungen in Form von Fachvorträgen und Seminaren an. Ein Begleitheft mit den wichtigsten Texten und Folien, sowie eine Multimedia-CD sind derzeit in Vorbereitung und werden gegen Jahresende 2008 erscheinen.
Für einen kleinen Überblick über die Ausstellung gibt es im Fotoalbum mehrere Bilder.